lichtundfilm.de - Fotografien aus den Jahren 1989 bis 1999 aus Berlin -
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16. Februar 1994, Berlin-Wedding

Es war der Beginn der ausgehenden Zeit der Kinoplakatmalerei. Seit den 20er Jahren war es üblich, dass sich die großen Kinos die Motive der Filmplakate ihrer aktuell gezeigten Filme tableauartig auf große Leinwände malen ließen und diese dann über ihren Eingängen an den Hausfassaden befestigt wurden.

Seit den 1960er Jahren gingen die Mitarbeiter des Maleratelier Werner dieser Tätigkeit in West-Berlin nach und statteten vor allem die Berliner Kinos am Kurfürstendamm und der City-West mit ihren Monumentalbildern aus.
Am Anfang dieses Arbeitsprozesses stand das „Weissen“ der Leinwände, die jeweils einen Umfang von bis zu 2,5x3,5 Meter hatten. Im Anschluss kamen dann die Spezialisten des Betriebes zum Einsatz. Als erstes wurden mit einem Kohlestift die Umrisse der Proportionen grob skizziert, große monochrome Flächen wurde dann per Rolle aufgetragen und die Verläufe anschließend mit Airbrush hinzugefügt. Die Feinarbeiten wurden im nächsten Schritt mit dem Pinsel aufgemalt und zuletzt vervollständigte ein Typograph die Bilder mit den Schriften. Nach einer Trockenzeit wurden die Bilder nachts per Lastwagen vor die Kinos gefahren. Vor Ort wurden aus vier bis sechs Einzelbildern solch ein Großbild von den Mitarbeitern montiert.
Jede einzelne Leinwand konnte bis zu viermal verwendet werden, bis sie schließlich aufgrund der vielen Farbe zu schwer wurde.
Auf diesem Bild bearbeitet ein Maler ein Plakat vom Film „Was vom Tage übrig blieb“. Mit einem an einen Stock befestigten Kohlestift skizziert er die groben Umrisse des Bildes nach einer kleinen Vorlage, die er in der anderen Hand hält. //

February 16, 1994, Berlin-Wedding

It was the beginning of the end of the era of movie poster painting. Since the 1920s, it had been customary for large cinemas to have the motifs of the posters for the films they were showing painted on large canvases like tableaux, which were then attached to the façades above t