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16. Februar 1994, Berlin-Wedding
Es war der Beginn der ausgehenden Zeit der Kinoplakatmalerei. Seit den 20er Jahren war es üblich, dass sich die großen Kinos die Motive der Filmplakate ihrer aktuell gezeigten Filme tableauartig auf große Leinwände malen ließen und diese dann über ihren Eingängen an den Hausfassaden befestigt wurden.
Seit den 1960er Jahren gingen die Mitarbeiter des Maleratelier Werner dieser Tätigkeit in West-Berlin nach und statteten vor allem die Berliner Kinos am Kurfürstendamm und der City-West mit ihren Monumentalbildern aus.
Am Anfang dieses Arbeitsprozesses stand das „Weissen“ der Leinwände, die jeweils einen Umfang von bis zu 2,5x3,5 Meter hatten. Im Anschluss kamen dann die Spezialisten des Betriebes zum Einsatz. Als erstes wurden mit einem Kohlestift die Umrisse der Proportionen grob skizziert, große monochrome Flächen wurde dann per Rolle aufgetragen und die Verläufe anschließend mit Airbrush hinzugefügt. Die Feinarbeiten wurden im nächsten Schritt mit dem Pinsel aufgemalt und zuletzt vervollständigte ein Typograph die Bilder mit den Schriften. Nach einer Trockenzeit wurden die Bilder nachts per Lastwagen vor die Kinos gefahren. Vor Ort wurden aus vier bis sechs Einzelbildern solch ein Großbild von den Mitarbeitern montiert.
Jede einzelne Leinwand konnte bis zu viermal verwendet werden, bis sie schließlich aufgrund der vielen Farbe zu schwer wurde.
Zu Zeiten der Berliner Filmfestspiele werden auch an zentralen Orten in der Stadt, wie hier am Kurfürstendamm vor dem Hotel Kempinski, meterhohe Werbetürme aufgebaut, um auch jenseits der Kinos, ein großes Publikum für die Filme zu interessieren. Hier wird der Film „Was vom Tage übrig blieb“ mit Emma Thompson und Anthony Hopkins beworben. //
February 16, 1994, Berlin-Wedding
It was the beginning of the end of the era of movie poster painting. Since the 1920s, it had been customary for large cinemas to have the motifs of the posters for the films they we
